Mein Leben

Vom Lande in die Welt

Lahde an der Weser ist ein Dorf in Ostwestfalen. Mit dem Blick auf das Weser- und Wiehengebirge. Zwischen Kaiser-Wilhelm-Denkmal und Kohlekraftwerk. Mit bodenständigen Menschen. Wo die Scholle zählt. Und die Verlässlichkeit. Wo dich ein raues Wort trägt. Da bin ich groß geworden.

Die Evangelische Kirchengemeinde mit ihrem forschen Pfarrer zog die Dorfjugend. Kein Wunder. Denn was gab es schon außer der Dorfdisco freitags in Bierde? So pilgerten wir mit sechzig – siebzig – achtzig Jugendlichen ins Gemeindehaus. Machten Fahrradtouren. Veranstalteten Scheunenfeten. Und lasen in der Bibel.

Meine Fragen aber fingen da an wo die Antworten des Pfarrers aufhörten. So reifte mein Entschluss den ersten und letzten Dingen noch mehr auf den Grund zu gehen. Ich ging an die Universität, um Evangelische Theologie zu studieren.

Man muss ja nicht immer reden

Folgt man diesem westfälischen Motto, bin ich sicher aus der Art geschlagen. Schreiben fürs Reden. Das ist bei mir dran. Nicht weil ich muss, jedenfalls nicht nur, sondern weil ich große Lust dabei verspüre.

Was ist aktuell? Was geht die Menschen an? Was bedeuten die Texte der Bibel? Diese Fragen treiben mich an den PC. Meine Sicht des Lebens aufs Papier und vor die Ohren von vielen. Der Austausch mit Vertrauten und Fremden über das Leben – und Gott. Welch ein Glück.

Aus diesem Stoff wird Frieden gemacht

Es gibt tausend Wege das Leben zu entdecken. Ich glaube an die Himmel auf der Erde. Ich glaube, wir sind mittendrin. Ich glaube an die Liebe trotz so vieler durchgeheulter Nächte und zerwühlter Gedanken. Ich glaube, dass Scheitern so etwas wie Wachstumsschmerzen sind. Ich glaube, dass alle Menschen gleich viel wert sind. Ich glaube, dass Verstehen und Überzeugen zusammengehören. Ich glaube daran, dass man, wenn es sein muss, den Sturm stillen kann. Ich glaube, dass Reden hilft. Und Schweigen auch. Ich glaube an das Leben, Einatmen und Ausatmen und den Morgen.

Wer nicht anfängt, wird nicht fertig

Was immer ich wünschen und bewegen kann, will ich versuchen. Ich habe keine Lust mich dabei zu enthalten. Wozu? Es bringt einem doch nichts ein. Was mir an Aufgaben und Vorhaben entgegenkommt, das will ich auch packen. Für Menschen jeden Alters und ihre Belange.

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