Helene Fischer bei der Hochzeit in Kana

Alle Kinder sitzen im Kreis. Es ist Kinderkirche wie jeden Dienstag im Kindergarten. Jedes Mal eine andere Geschichte aus der Bibel. Mit Kerze entzünden, Singen, Beten und Segen. Heute ist die Wundererzählung dran, wie Jesus aus Wasser Wein macht: „Maria ist in der Nachbarschaft zu einer Hochzeit eingeladen, in Kana. Und sie hat ihren Sohn Jesus mitgenommen. Viele Gäste sind da. Mehr als erwartet. Es wird fröhlich gefeiert“, so erzähle ich. Mit großen Augen und Ohren hören die Kinder gebannt zu. Sie zählen auf, was eine Festtafel in Kana doch wohl hergibt: Brot, Braten, Gemüse … und Wein natürlich. „Die sind ja schon groß da“, meint Paul, „die dürfen Alkohol.“ „Haben die auf der Hochzeit auch gesungen?“ fragt Lucie schließlich. „Sicher hat die Hochzeitsgesellschaft gesungen“, sage ich, „was meint ihr? Was könnten die Leute denn da gesungen haben?“ Greta meldet sich, guckt verschmitzt in die Runde, rollt mit den Augen und erhebt ihr Stimmchen: „Aaah-tem-los … durch … die … Nacht … !“ Alle Kinder lachen und fallen gleich mit ein. Nun singen sie im Chor mit fröhlicher Feierlaune. Als ob sie Hochzeitsgäste in Kana wären. Natürlich ist allen Kindern völlig klar, dass bei solch einer Stimmung der Wein schnell ausgetrunken ist. Und wie gut, dass Jesus da nicht zögert und das Segenswasser, was eigentlich für den Gottesdienst am nächsten Tag bestimmt ist, in Wein verwandelt. Denn was gibt es besseres als das Leben zu feiern und es durch Gottes Kraft zu heiligen mit dem was dafür da ist. Sei es mit Wein aus Wasser … oder Helene Fischer.
Erschienen in Dithmarscher Landeszeitung, Wort zum Sonntag, Sonnabend 16. Mai 2015
Foto: Kamozin

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2 Kommentare. Hinterlasse eine Antwort

  • Moin,
    gute Geschichte…ATEMLOS durch die Kita….

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  • Jürgen Friedrich
    28. September 2015 3:54

    Wasser in Wein zu verwandeln, beschreibt nicht von ungefähr das erste ”Wunder Jesu”.
    Ein heutiger Winzer tut übrigens eigentlich dasselbe. Allerdings ohne den Hokus-Pokus-Effekt. Wie auch die ganze Landwirtschaft daran arbeitet, Wasser in Genuss und Lebensmittel zu verwandeln. Die Freude daran ist vor allem am Erntedank-Sonntag größer, wenn das nicht als Winzer-Wunder ”durchgeht”. Ich halte es eher für das Zeichen einer gelingenden Zusammenarbeit von GOTT+MENSCH.
    Das lässt sich steigern. Obwohl nur 3% des weltweiten Wassers nicht Salzwasser sind. . . .

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