Nutella im Himmel

„Papa, gibt es im Himmel auch Nutella?“ Mia guckt erwartungsfroh. Die Eltern schlucken. Existenzfragen morgens um sieben sind nicht jedermanns Sache. Sie sind ratlos, wie sie antworten sollen. Zwar fühlen sie, dass die Großeltern immer noch einen Platz in ihrem Herzen haben. Auch pflegen sie auf dem Friedhof das Grab. Mia entziffert dann jedes Mal den Namen von Oma und Opa und deren Lebensdaten. Aber ist das alles, was von uns Menschen übrig bleibt? Wie ist das mit unserer Hoffnung auf ein Leben nach dem Tod? Für Mia scheint das völlig klar zu sein, wenn sie schon so fragt.
Die Autoren der Bibel indes sind vorsichtig. Sie spekulieren nicht über die Details dieser Zukunft. Wichtiger ist ihnen, dass wir jetzt bewusst leben mit Gott im Sinn. Doch sie schreiben auch, dass Christus nicht im Tod geblieben ist. Sie glauben an ihn in den Himmeln Gottes, bis er wiederkommt. Dann gibt es die große Welterneu¬erung. Davon schon mal zu träumen, macht hier das Vertrauen auf Gott aus. „Siehe, ich will einen neuen Himmel und eine neue Erde schaffen, dass man der vorigen nicht mehr gedenken und sie nicht mehr zu Herzen nehmen wird. Freuet euch und seid fröhlich über das, was ich schaffe“, heißt es bei Jesaja in der Bibel. Bei Mia klingt das eher so: „Dann will ich da unbedingt hin. Man bekommt dann ja auch keine Bauchschmerzen mehr und keine Löcher in den Zähnen.“
Wort zum Sonntag, Dithmarscher Landeszeitung, 19.November 2016
Foto: Graphicstock

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